batic und leitmayr werden zu einer geiselnahme in stadelheim gerufen. am wochenende, ausgerechnet.
sie sollen schuster, einen mann, den sie seinerzeit inhaftiert haben, zur aufgabe bringen.
aber schuster ist kaum aufzuhalten. nur mit hilfe der geisel,
der JVA-beamtin bibiana, gelingt es den schuster zu überwältigen.
damit nicht genug, schuster, der geiselnehmer wird am nächsten morgen tot in seiner zelle
aufgefunden - voll mit einer überdosis. eine nachricht, die in windeseile die runde durch die
blöcke macht und die kommissare batic und leitmayr in eigener zuständigkeit
auf den plan ruft. war das selbstmord?
als im beginn der ermittlungen noch an demselben tag die flucht des 29-jährige hassan aus dem sudan bekannt wird,
der in stadelheim für 5 Jahre wegen gefährlicher körperverletzung einzitzt, fragen sich alle,
wer hatte hier seine finger im spiel? schuster und hassan waren zellengenoßen, quasi priviligiert
in der zwei-mann-zelle. was ist da los in stadelheim?
als unsere kommissare stadelheim betreten, ist es, als würden wir hier ein fremdes land betreten.
ein fremdes land aus angst und schweiß und pisse und neonlicht, eingesperrte verzweiflung,
eine welt mit eigenen regeln, weil die regeln hier drin nicht mehr gelten. eine welt in der welt,
die nur so tut als wäre sie teil unserer welt. ein kosmos, jenseits des geltungsbereichs des grundgesetzes.
glauben sie mir, wird später jemand sagen, sie wollen hier nicht rein.
wenn sie hier drin sind, würden sie alles geben, hier wieder rauszukommen.
batic und leitmayr werden an bibiana verwiesen, die geisel. sie ist die frau, mit der fast alle geredet haben,
so eine art laufender kummerkasten. es heißt: reden sie mit bibiana, wenn es etwas zu erfahren gibt, dann von ihr.
bibiana weiß alles. sie spricht mit den häftlingen, trifft den richtigen ton, und sie ist eine frau.
sie hat sich mit den jahren das vertrauen der häftlinge erworben, nichts menschliches ist ihr fremd.
manche sagen von ihr, sie wäre eine heilige, ob das so stehen bleiben kann, wird sich zeigen.
buch: magnus vattrodt, jobst christian oetzmann
nach einer vorlage von:
friedrich ani
kamera: hanno lentz
musik: dieter schleip
montage: susanne hartmann
ausstattung: thorwald kiefel-kuhls
regie: jobst christian oetzmann
redaktion: silvia koller
produktion: moovie - the art of entertainiement / oliver berben